FAQ


Home  /  FAQ


S?

Wann und wie werden meine Haare nachwachsen?

C.

Die bei der Haartransplantation verpflanzten Haare werden zum Großteil innerhalb eines Monats ausfallen. Bis die Haarwurzel eingepflanzt und die Wachstumsphasen abgeschlossen sind, dauert es ca. 3 Monate. Der Wachstum Ihrer ersten Haare wird ca. 3-6 Monate dauern. Danach erwarten wir ein Wachstum von ca. 1 cm pro Monat. Die ersten nachwachsenden Haare können gelockt oder gewellt sein, sind dünner und glanzlos. In Laufe der Zeit werden die Haare ebener, nehmen an Dichte zu und durch die Einwirkung der Sonne regelt sich die Farbe der Haare.

S?

Kommt nach der Haartransplantation an meinen normalen Haaren eine Änderung oder ein Ausfall vor?

C.

Ja. Ihr eigenen Haare im Umfeld der transplantierten Grafts können vorübergehend ausfallen, dieser Umstand kann in der Transplantationsregion aussehen wie ein Haarausfall bzw. Haarverlust der bestehenden Haare. Dieser Umstand geht nach höchstens 2 Monaten vollkommen zurück und verbessert sich auch wieder von alleine. Dieser vorübergehender Ausfall und die Verdünnung der bestehenden Haare wird bezeichnet als ”Telogen Effluvia”. Die Patienten dürfen sich bis zum Wuchs neuer Haare an diesem Umstand keineswegs stören, denn es handelt sich um einen ausschließlich vorübergehenden Fall.

S?

Welche Dichte wird zum Ende der Haartransplantation erwartet bzw. geplant?

C.

Gehen wir von einer 100%igen Dichte der Spenderregion aus, denn das menschliche Auge kann die Differenz zwischen einer 50%igen und 100%igen Dichte nicht unterscheiden. Daher muss das gewünschte Dichteverhältnis mindestens bei 50% der natürlichen Haardichte liegen. Bei der ersten Sitzung erfolgt jeweils nach Haardichte der Person und nach Struktur der Spenderregion, auch nach Haarfarbe, Alter und Geschlecht des Patienten und auch nach Differenz zwischen Haar- und Hautfarbe eine Haartransplantation mit einer Dichte von 25-35%. Im Nachhinein kann eine zweite Transplantation im Verhältnis von 50-60% nötig sein.

S?

Welche Komplikationen und Risiken existieren bei der Haartransplantation?

C.

Komplikationen bei der Haartransplantation und eventuelle Nebenwirkungen werden äußerst selten beobachtet und sind keineswegs von Wichtigkeit. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff der Fall, können auch bei diesem Eingriff einige winzige Komplikationen auftreten. Die leichte Rötung an der Transplantationsstelle kann ca. 2-8 Wochen andauern. Nach der Operation kann eine leichte Ausschwitzung und eine Schuppenbildung der Transplantationsregion erfolgen (wird sich innerhalb von 7-10 Tagen wieder zurückbilden). Nach durchgeführten FUE-Operationen können 1 Nacht, bei FUT-Operationen 2-3 Nächte leichte Schmerzen folgen. Die Gefühlslosigkeit und die Indolenz vergehen umgehend nach der Operation. Nur in sehr wenigen Fällen hält die Indolenz etwas länger an. Gegen leichte Reizungen können durch entsprechende Arzneimittel und Wäsche Maßnahmen eingeleitet werden. Am 5.-6. Tag postoperativ können sich Schmerzen in der Spenderregion ergeben. Diese sind durch non-Steroide Entzündungshemmer und Analgetika behandelbar. Eine Schwellung der Kopfhaut kann am 3.Tag nach dem Eingriff hervortreten, diese ist nur sehr leicht und vergeht innerhalb von 3-5 Tagen. Zystenbildung: An den Transplantationsstellen können diese in Form einer Aknebildung beobachtet werden; diese werden maximal so groß wie ein Nadelkopf sein und vergehen innerhalb von einigen Wochen von selber. Wenn auch Komplikationen in Form von Infektionen von uns so gut wie nie beobachtet werden, besteht theoretisch gesehen bei jedem chirurgischen Eingriff das Risiko der Infektion. Dauert die postoperative Schuppungsdauer zu lang und können die Schuppungen nicht bereinig werden, kann eine Pilzinfektion hervorgerufen werden.

S?

Ist die Haartransplantation schmerzhaft?

C.

Bei der Haartransplantation ist der einzig zu verspürende Schmerz meist der bei der Verabreichung der lokalen Anästhesie gespürte Schmerz. Nach Abschluss der Injektion der Anästhesie kommt generell kein Schmerz zum Spüren, aber bei lang anhaltenden Operationen kann die verabreichte Anästhesie an Wirkung verlieren. In solch einem Fall bedarf es einer erneuten lokalen Anästhesie. In bestimmten Fällen kann durch Anwendung einer 10-12 stündigen Nervenblockade eine Anästhesie gewährleistet werden. Durch ein gegen Ende der Operation verabreichtes starkes Analgetikum kann auch den postoperativen Schmerzen vorgebeugt werden. In bestimmten Fällen, insbesondere wenn der Patient ein Injektionsangst und Agitation leidet, können zu Sedierungszwecken orale Sedimentierungsmittel oder intravenöse Sedimentierungsmittel angewandt werden. Hier muss ich unbedingt erwähnen, dass in unserer eigenen Klinik die Anwendung von intravenösen Sedimentierungsmitteln durch unsere Anästhesieärzte sehr gering liegt und wir eine Anwendung dieser Art nicht besonders bevorzugen. Keinesfalls akzeptieren wir die Durchführung einer Vollnarkose.

S?

Wie viele Sitzungen muss ich durchführen lassen?

C.

Die Haartransplantationen können wiederholt angewandt werden und richten sich generell nach dem Umfang der Haarausfallfläche. Besteht an der Transplantationsstelle eine vollkommene Kahlheit, kann im Rahmen von 2 Sitzungen ein besseres Ergebnis erzielt werden. Oder es kann an einer eingeschränkten Fläche eine intensive Transplantation vorgenommen werden (wie z.B. 50% der normalen Haardichte). Bei jeder Sitzung der Haartransplantation erhöht sich das erwartete Ergebnis um 25-35%. D.h. wenn bei zwei Transplantationen eine Dichte von 50-60% erreicht werden kann, haben wir eine einwandfreie und durch das menschliche Auge nicht zu unterscheidende Dichte erreicht. Zwischen den Sitzungen sollte je nach angewandtem Verfahren eine Zeit von 40 Tagen bis 6 Monate vergehen.

S?

Was verspricht eine gute Haartransplantation?

C.

Drei Punkte können durch den Chirurg versprochen werden. Eine natürlich aussehende und auf den ersten Blick nicht erkennbare Transplantation (eine Anpflanzung durch einzelne Grafts im Frontbereich und für ein Volumen im Hinterbereich die Anpflanzung von gemischten Zweier- oder Dreier-Grafts sowie eine natürliche Wuchsrichtung und eine natürlich hervorgehobene Anpflanzung in der Fronregion). Keine Narbenbildung nach der Operation. Maximale Dichte (wie 50-60% der normalen Haardichte) und ein dem Natürlichen ähnliches Aussehen.

S?

Kann eine bereits durchgeführte und nicht ausreichend dichte bzw. in schlechten Winkeln angesetzte Transplantation verbessert werden?

C.

Befindet sich bei Patienten keine festgestellte Erkrankung kann bei bereits durchgeführten und nicht ausreichend dicht wachsenden Transplantationen eine Korrektur vorgenommen werden, soweit das die Spenderregion des Patienten zulässt. In diesem Fall sind einige Hormonspiegel sowie Vitamin- und Mineralspiegel zu kontrollieren. Auch müssen eventuelle Entzündungen der Haut, Hautreaktionen und sekundäre Infektionsrisiken erörtert und kontrolliert werden. Erst dann kann für oder gegen einen Verbesserungseingriff entschieden werden. Bei breiten und schlechten Transplantationswinkeln wenden wir zwei Methoden an. Die erste Technik: Sind die Grafts sehr groß und breit, entnehmen wir diese aus ihren Stellen, schneiden diese zu einzelnen Grafts zu und pflanzen sie in einer natürlichen Reihenfolge wieder ein. Die zweite Technik besteht darin, dass wir bei breiteren Grafts im Umfeld und an den Zwischenstellen in dichten Abständen Einzel- und Zweiter-Grafts transplantieren und das schlechte Aussehen vertuschen. D.h. mit einem intensiven Anpflanzen werden wir diese Haarinseln unsichtbar machen.

S?

Wie verhält sich das Wachstum der verpflanzten Haare?

C.

Weder ein Facharzt noch eine angewandte Technik kann diese Frage ganz genau beantworten. Denn nach einem erfolgten Haarwuchs an der Transplantationsstelle ist es sehr schwierig zwischen verpflanzten und echten Haaren zu unterscheiden. Auch ist es unmöglich, nach der Haartransplantation die wachsenden Haare einzeln zu zählen. Meinen persönlichen Erfahrungen nach liegt die Wuchsquote im Frontbereich bei 90-95%, während diese im Vertex-Bereich bei 70-75% liegt. Hier ist jedoch zu erwähnen, dass diese Quoten ausschließlich durch professionelle Fachärzte und Fachteams gewährt werden können und diese Zahlen auch nicht nach jeder Transplantation garantiert werden können.

S?

Auf was muss vor dem chirurgischen Eingriff geachtet werden?

C.

1 Woche vor dem chirurgischen Eingriff keinerlei Aspirin oder blutungsvermehrende pflanzliche Mittel wie Gingko Biloba, Ginseng, Vitamin E usw. einnehmen. Arzneimittel, die wegen Herzerkrankungen, Gefäßstauungen, Myokard-Infarkten, Bypass-Operationen oder Stant-Einsatz verschrieben wurden und regelmäßig dosiert werden, jedoch die Blutungskontrolle erschweren, mögen unter ärztlicher Kontrolle vorübergehend eingestellt werden. Bei Diabetikern kann eine Haartransplantation durchgeführt werden, jedoch muss der Blutzuckerspiegel stets kontrolliert werden. Schilddrüsenerkrankungen sind sehr häufig zu sehen. Insbesondere hat ein niedriger Spiegel des Schilddrüsenhormons Auswirkungen auf den Erfolg der Haartransplantation. Bei Schilddrüsenerkrankungen muss sich der Hormonspiegel unbedingt innerhalb der normalen Grenzen verhalten. Ganz wichtig ist, 3 Tage vor der Haartransplantation keinen Alkohol zu konsumieren. Am Morgen der Haartransplantation waschen Sie bitte Ihre Haare und begeben Sie sich nach einem ernährungsreichen Frühstück in unsere Klinik.