Haarausfall


Auch unter normalen Bedingungen leidet jeder Mensch an einem täglichen Haarausfall. Wenn auch ein Verlust von ca. 50-100 Haaren pro Tag als natürlich angesehen wird, ist ein Haarausfall in dieser Schnelle für Männer nicht natürlich. Genetische Faktoren Bei genetisch bedingtem Haarausfall bestimmt sich die Ausfallrate nach den genetischen Codes. Diese Codes können von der Mutter oder vom Vater rezessiv oder dominant vererbt worden sein. Hormonelle Faktoren Androgene Hormone haben sehr viel Auswirkung auf Lebensvorgänge und spielen auch eine große Rolle beim Ausfallen der Haare bzw. Nicht-Ausfallen. Wenn auch gar nicht einfach zu erklären, führt ein Problem des Sekrethaushalts der androgenen Hormone zum Haarausfall und schlussendlich zur Kahlheit der jeweiligen Region. Dominant beim Haarausfall ist das Hormon Testosteron und das davon abgeleitete Derivat Di-Hydro-Testosteron. Diese Hormone haben Auswirkungen auf die Haarwurzel. Außer den genetischen und hormonellen Faktoren spielen auch noch eine Reihe anderer Faktoren eine große Rolle bei Haarausfall. • Stress • Lebensqualität • Hauterkrankungen • Ergebnis einiger Erkrankungen • Verwendung nicht geeigneter Haarpflege Produkte • Einsatz nicht geeigneter Kosmetika • Geburt • Krebsbehandlung • Nebenwirkungen einiger Arzneimittel Auswirkungen der Hormone auf den Haarausfall Die in unserem Körper durch den Thymus produzierten Biochemikalien werden Hormone genannt. Die Hormone durchqueren durch den Blutkreislauf unseren ganzen Körper. Hormone sind bereits in kleinen Mengen sehr wirkungsvoll, das effektivste Hormon ist das Testosteron. Diese männlichen Hormone rufen den Stimmbruch, den Bartwuchs, die Muskelentwicklung sowie die Entwicklung und Entfaltung des menschlichen Körpers hervor. Diese Hormone, die in der Pubertät die Bildung von Akne und den Wuchs von Bart hervorrufen, führen auch gleichzeitig zum Haarausfall. Viel mehr als das Hormon Testosteron hat eigentlich auf den androgenetischen (vererblichen) Haarausfall das Derivat Di-Hydro-Testosteron (DHT) eine Auswirkung. DHT, besteht zusammen mit dem 5-Alpha Reduktase-Enzym aus Testosteron. DHT hält sich auf den Zellen der Haarfollikel an den speziellen Rezeptorregionen fest und führt wichtige Änderungen bzgl. der Kahlheit hervor. Bei Männern liegt die Funktion des 5-Alpha-Reduktase-Enzyms in den Haarausfallregionen höher. Dieser Umstand erklärt auch den Grund für den genetischen Haarausfall von Männern. HAARAUSFALL JE NACH TYPEN Haarausfall bei Männern Der Haarausfall männlicher Art wird als androgenetische Alopezie beschrieben. Grund dafür ist, dass das männliche Hormon Di-Hydro-Testosteron Wirkungen auf die Haarfollikel in der Kopfhaut hat. Das Hormon DHT hat Wirkungen auf die Haarfollikel unserer Haare vorne, auf dem Kopf und an den Nebenstellen. Im Gegensatz dazu werden die Regionen über und zwischen den zwei Ohren (Nacken) von diesem Hormon nicht beeinträchtigt, weshalb auch kein Haarausfall zustande kommt. Die aus diesen Regionen entnommenen und transplantierten Haare werden ein Leben lang nicht ausfallen. Bei der Durchführung der Haartransplantation sind die Haarfollikel aus Regionen, die vom Haarausfall nicht betroffen sind, zu entnehmen. Haare aus diesen Regionen fallen ein Leben lang nicht aus. Trauma-bedingter Haarausfall Ein Haarausfall dieser Art hängt von keiner Erkrankung ab. Grund hierfür können zu starke Behandlungen des Haares, eine extreme Wärmeaussetzung, zu heiße Haarwickler oder die Behandlung mit starken Chemikalien (Haarfarben, Sprays usw.) sein. Erkrankungserscheinung Der Haarausfall kann auch als Erscheinungsbild einiger Erkrankungen zustande kommen. Einige dieser Erkrankungen sind: Luxus Eritomotozus, Syphilis, Schilddrüsenerkrankung (Hypo- und Hyperthyreose), Hormonungleichgewicht, Sarkoidose, Hautkrebse (Verbreitungen auf der Haut), ernsthafte Ernährungsstörungen (Mangel von Protein, Eisen, Zink oder Biotin). Solche Ernährungsmängel können insbesondere bei Frauen in Diät oder bei Frauen mit starken Menstrualblutungen beobachtet werden. Alopezie Arata Auch bekannt als Haarbruch, kann bei beiden Geschlechtern, bei jüngeren Menschen und Menschen in einem durchschnittlichen Alter beobachtet werden. Viele der Vorfälle genesen von selber, sind also nicht dauerhaft und bedürfen keiner speziellen Behandlung. Wenn auch der Grund für diese Erkrankungen nicht genau bekannt ist, wird für den Vorfall trotzdem ein autoimmunes Verfahren verantwortlich gemacht, das ausschließlich auf die Haare Auswirkungen hat. Die Patienten leiden oft an einer kreisförmigen Kahlheit mit einem Durchmesser von ca. 2,5 cm an einer oder mehreren Stellen. Wenn diese auch nicht dieselben Auswirkungen haben wie hormonelle oder genetische Faktoren, zählen sie trotzdem zu den Gründen des Haarausfalls. Am besten wird Ihr Arzt die Ursachen Ihres Haarausfalls bestimmen können. Nach diesem Befund wird sich auch die Behandlung für den Haarausfall richten. Zuzüglich zur körperlichen Untersuchung bei der Feststellung des Typus des Haarausfalles wird Ihr Arzt auch erforschen, ob Sie bestimmte Arzneimittel einnehmen, welche Erkrankungen Sie hinter sich haben, ob in der Familie Angehörige an Haarausfall leiden, über welche Ernährungs- und Haarpflege- Gewohnheiten Sie verfügen.